Welche Lederhose? Die beste Feier? Können Veganer mitfeiern?

Die Wiesn-Marketing-News 2016

München – Der Tränenstart der Wiesn (weinender Himmel, weinende Wirte) hat es klar gezeigt: Es sind die Chef- und Marketingabteilungen, die das Münchner Oktoberfest am Laufen halten. Sie reservieren täglich tausende Tische für Kunden und Geschäftsfreunde – und sie bezahlen. Wer hat mit seiner Wiesn-Runde den größten Medienresponse und ist damit Wiesn-King? Was gibt´s für Trends, die wichtig sind fürs Eigenmarketing? Und: Wo kann man Geld sparen? Die wichtigsten Antworten zum aktuellen Bierfest.

So sehen Sieger aus: Das Team von Mainstream Media, bevor die Promis anrückten. Die Fete wurde übrigens auch im TV übertragen.
Der aktuelle Wiesn-König: Gottfried Zmeck, Chef von Mainstream Media. Sein Event hatte den größten Medienresponse.
Fesch samma, lustig samma: Alex Wunschel, Chef des Marketing Clubs München, mit Gattin - und in top-aktueller Kurz-Lederhose.
Marketing meets Media: Birgit Ströbel (feegoo) mit Leif Pelikan (wuv) und dem Münchner Publicis-Chef Mathias Wündisch.
Feierte auf der Wiesn seine neue Agentur: Stefan Knafl hat alle Anteile übernommen. Seine Agentur heißt jetzt Herrwerth & Knafl.


Welche Firmen feiern in den Zelten?
Eventmarketing, Employer Branding, Verkaufsförderung, B-2-B oder B-2-C – kaum ein Marketingbegriff, der bei einer Wiesn-Einladung nicht positiv zur Geltung kommt. Deshalb lädt jede Marke, jede Agentur, die auf sich etwas hält, zum gemütlichen Beisammensein in eines der Festzelte. Der Marketing-Wiesn-König des Jahres heißt Gottfried Zmeck. Der Chef der Münchner Mainstream Media AG (GoldStarTV, Heimatkanal, Romance TV) holte knapp 100 Promis aus Volksmusik, Show und Film in Kufflers Weinzelt. Ein medialer Showdown bei Hendl, Schnitzel und Spanferkelbraten. Ottfried Fischer am Haut-den-Lukas, Sissi Perlinger im engen Leopardendress, Ralph Siegel im Liebesglück und Costa Cordalis in den Armen seiner Fans. Und auch Gastgeber Zmeck feierte munter mit: Seit 20 Jahren gibt es seine Pay-TV-Sender. Und die sind, so der ehemalige Chef in der Leo Kirch-Garde, sehr erfolgreich.
Muss man als Vegetarier oder Veganer aufm Oktoberfest verhungern?
Antwort: Eindeutig nein. Alle Wirte haben sich auf die Teller-Trends eingestellt. So standen bei der

Mainstream-Wiesn „Mediterranes Gemüse“ und „Bio-Tortellini mit Spinat-Ricotta-Füllung“ auf der Menükarte. Im Schützenzelt gibt es z.B. „gegrillten grünen Spargel“ (€ 14,50) und „Rote-Beete-Maultaschen“ (€ 13,50).
Bekommt man noch ein Hotel in München?
Ein eindeutiges Ja! Ein Gast aus Zürich berichtete sogar, dass die Hotelpreise im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gesunken seien. Überall in der Stadt gebe es noch freie Zimmer. Verschreckt durch schlechtes Wetter und die neuen Sicherheitseinrichtungen haben viele Stammgäste abgesagt.
Und was gibt´s für aktuelle Wiesn-Modetrends?
In diesem Jahr stehen die Burschen im modischen Fokus. Die Kniebundhose hat irgendwie ausgedient. Der Oktoberfest-Mann 2016 trägt die kurze Lederhose. Beste Länge: 2 bis 3 Zentimeter über dem Knie. Je heller in der Farbe, desto wertvoller. Bei den Mädels sind alle Varianten des klassischen Dirndl en vogue. Nur: Ü-30-Ladies sollten dann doch lieber zur der Variante greifen, die das Knie bedeckt. Sieht einfach besser aus....                                                     Peter Ehm

IMPRESSUM E-Mail an die Redaktion PETER EHM Peter Ehm Impressum