500 Manager und Auto-Vips bei ADAC-Gala in der Münchner Residenz

Gelbe Engel haben nur frohe Botschaften

München – Ja, wo gibt´s denn so was? Auto-Weltmarktführer, die die Werbung der Konkurrenz loben und sich herzlich drücken. Ein Minister, der gute Nachrichten verkündet („das Wechselkennzeichen kommt zum 1. Juli“). Ein Uli Hoeneß stolz in der 2. Reihe, weil vor ihm Ferdinand Piech sitzt, der erfolgreichste Auto-Kommandant der Welt. Friede, Freunde, Top-Event: Mit der Verleihung der „Goldenen Engel“ hat der ADAC eine Marke in der Autobranche platziert. Pflichttermin für die Big Bosse. Knapp 400 Milliarden Euro Umsatz amüsierten sich deshalb in den ersten Reihen.

Die 1. Reihe in der Allerheiligen-Hofkirche in der Münchner Residenz: Minister, Bürgermeister und die weltweit erfolgreichsten Manager der Autobranche
Maria-Elisabeth Schaeffler, INA- Holding KG
Ferdinand Piech mit Wolfgang Porsche und Martin Winterkorn (v.l.)
Fußball-Manager Uli Hoeneß (mi.) und Jean Todt (Ex-Ferrari, jetzt FIA)


Daimler-Chef Zetsche bedankte sich
Applaus für die Mercedes-Plakate
Sixt: Auch ein ADAC- Sieger wegen Blitz-Anzeige
Florian von Hornstein (Serviceplan) mit Michael Ramstetter (ADAC)
Hans-Peter Kleebinder (Audi) mit TV-Prof. Heckl (Dt. Museum)

ADAC-Präsident Peter Meyer begrüßte besonders Maria-Elisabeth Schaeffler, die Chefin der INA-Holding Schaeffler AG und Dirigentin des Reifenkonzerns Continental AG ( Umsatz ´10: 26 Mrd €). Ihr Conti-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle saß ebenfalls in Reihe 1,  aber etwas entfernt, ganz links. Schulter an Schulter mit den Stars im VW-Konzern Rupert Stadler (Audi), Martin Winterkorn (VW), Wolfgang Porsche und Prof. Ferdinand Piech.
Dieter Zetsche, der Daimler-Chef, erhielt den Goldenen Engel als „Persönlichkeit des Jahres.“ Lob fürs Marketing gab´s offiziell im Namen der Jury vom Laudator Bernhard Mattes (Chef der deutschen Ford-Werke). So sei die schnelle Plakatschaltung von Mercedes (Sex) direkt neben der Audiwerbung (Liebe) ein Coup gewesen (Agentur Jung von Matt). Der Daimler-Boss lässt Engel im Himmel schwärmen (hier der Link zum berühmten Spot), ist in USA als Comic Kult. Er macht Werbung für die FAZ und im eigenen Haus Dampf für die

Entwicklung alternativer Antriebe.
So ziemlich alle der 500 Gäste waren Gewinner. Denn wer nicht einen ADAC-Oscar erhielt (u.a. VW Passat Ecofuel, BMW X5, Audi Q3), der stand auf einer Shortlist (53 Bewerber für „Innovation und Umwelt“) oder traf mal wieder gute Bekannte. Fest steht: Egal ob Hersteller, Zulieferer oder Entwickler – die Marke „Gelber Engel“ ist zum Must für die Branche geworden.
Sogar Toyota schickte mit Toshiaki Yasuda seinen Deutschland-Chef. Noch vor Jahren glänzten die Japaner weltweit als Nummer 1 und gewannen mit Avensis und Yaris Goldene Engel. Aktuell gab´s für Toyota nix zu gewinnen. Aber die Zeiten können sich schnell ändern. Vor drei Jahren war der jetzt gekrönte ADAC-Top-Engel Dieter Zetsche nicht so glücklich übers Business– und blieb dem "Auswärtsspiel" in München fern. Und so kommt vielleicht im nächsten Jahr ein wieder glücklich lächelnder Konzernchef Akio Toyoda aus Japan angereist.
    Peter Ehm
/Fotos (4): Arthur Thill



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